Donnerstag, 14. Mai 2015

Ankunft in Istanbul

Nach gut 2900 km und bisher einem Platten machen wir in Istanbul Ferien von den Ferien. Zum einen kriegen wir viel Besuch aus der Schweiz, zum andern rennen wir dem usbekischen und den tadschikischen Visum nach, und vor allem lassen wir unsere Velos mal ein paar Tage stehen und die Seele baumeln. Wir haben bis Istanbul einige andere Tourenfahrer getroffen und festgestellt, dass uns alle in etwa die gleichen Themen beschäftigen. Eine Auswahl:

<Essen>
Das schöne am Tourenfahren ist, das man immer genug essen muss, um die verbrannten Kalorien zu ersetzen. Das tun wir gewissenhaft. Nach unseren Hochrechnungen werden wir bis Bishkek total je ca. 20 Kilo gegessen haben.
Das Essen in Griechenland war fantastisch. Wir haben viel Fisch gegessen und darum herum den Tisch mit Salaten und gegrilltem Allerlei gefüllt. Super waren auch die Frappés (Eiskaffee), die mit einem Wasser serviert wurden. Ideale Zwischenverpflegung mit Zucker und Flüssigkeit. Die Frappés haben wir in der Türkei nicht gesehen, dafür geniessen wir die Mezze Teller und den Cay hier.
</Essen >

<Verkehr>
Mit Ausnahme der richtigen Autobahnen haben wir von offroad bis mehrspuriger Schnellstrasse schon alle Unterlagen befahren. Alle haben ihren Reiz, mit Ausnahme der Schnellstrassen ohne Pannenstreifen. Entgegen weit verbreiteter Meinung werden Velofahrer durch wiederholtes Hupen nicht schmaler, der Raum zum Überholen bleibt eng. Gut ist dem Potpourri aus allerlei Fahrzeugen neben der Hauptzutat Chaos bisher stets eine Prise Rücksicht beigemischt, so dass wir unseren Weg finden.
</Verkehr>

<Hunde>
Schimpfen tun alle, alle haben ihre Geschichten, aber bisher blieben alle Wädli unversehrt.
</Hunde>

<Wind>
Kommt von vorne. Immer.
</Wind>

<A-Thema>
Beim A-Thema gibt es einen Sattel, der die Radler in zwei Gruppen teilt wie PC und Mac die User: den Brooks Sattel. Dieser Kernleder Sattel fühlt sich zwar beinhart an, da das Leder aber nur an zwei Punkten am Rahmen befestigt ist, soll sich der Sattel dem Gesäß anpassen und Schwingungen absorbieren können. Die einen loben den Sattel als das Bequemste überhaupt, für die anderen ist es unverständlich, wie man sich auf einen solchen Amboss setzen kann. Reto fährt einen, Iris nicht. Nach knapp 3000 km können wir leider keine endgültige Antwort auf die Brooks Frage geben. Sicher ist, dass das A-Thema jeweils nach zwei, drei Tagen unterwegs an Bedeutung gewinnt.
</A-Thema>


















Kommentare:

  1. Congrats, ihr 2! Den Europateil habt ihr nun geschafft!
    Als wir den Fluss überquerten, stand noch kein Traktor drin :o)
    Ist doch egal welcher Sattel: Die Hornhaut am A wird so oder so immer dicker :o)
    Schöne Ferien in Istanbul und hoffentlich nicht zu viel strapazierte Nerven bei der Visumsbeschaffung wünscht euch
    Yvi

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    1. Danke! Die Visumsbeschaffung hat doch etwas Nerven gekostet, aber nun haben wir zwei Stempel. Es fehlt nun noch Turkmenistan. Wir werden uns jedoch erst in Teheran darum kümmern, vorerst ist wieder pedalen angesagt.

      Cheers, Reto

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